Engadin 2011 Drucken
Geschrieben von: Marianne Widmer   
Sonntag, den 24. Juli 2011 um 19:58 Uhr
Schlussstück der Giarsun
Bereits am Freitagabend, 01. Juli 2011 starteten die paddelhungrigsten Kerle die Reise ins Engadin und übernachteten auf dem Zeltplatz Sur En. Am Samstagmorgen übernahmen sie auch gleich den Sonnensegelaufbau. Gegen Mittag trudelte der Rest der Truppe ins Camp ein. Plötzlich bemerkte Bronski, dass der Lagerkommandanten-Stuhl fehlt. Was für ein Malheur! Ein spontaner Besucher fuhr in diesem Moment direkt aus Deutschland ein - Platzhirsch Udo =) Der spontane Überraschungsbesuch ist ihm sehr gelungen!
Anschliessend standen zwei unterschiedliche Paddelstrecken auf dem Programm. Auf dem Inn bei Pradella und Giarsun! Eine weitere Überraschung bildete das Abendessen von Sam: Ein gut gewürztes Dahl mit Gemüse und Fleisch... mhhhhh. Abgerundet wurde dieser Abend mit einem gemütlichen Lagerfeuer!
Alex (vorne) und Peter
In den folgenden Tagen gab es ein breites Programm an Paddelmöglichkeiten. Die Gruppen wurden ab und zu gemixt. Auf diese Weise konnten alle profitieren. Auch die Leiter wechselten sich ab. Stefan Oschwald, Ivano und Dani führten ihre Gruppen sicher vom Einstieg bis zum Ausstieg. Die Lernenden konnten von den erfahrenen Paddlern in dieser Woche so einiges profitierten.
Reto und Marianne beim SchwimmtrainingDer Wasserstand eignete sich Ideal zum Geniessen, aber auch zum Verfeinern der eigenen Paddeltechnik. Die Giarsun-Strecke war ein Genuss. Weniger schnell und wuchtig, dafür immer noch sportlich und ein perfekter Wasserstand für die anspruchsvollere Ardez, die seit ein paar Jahren vom KCM nicht mehr befahren wurde. Besonders profitiert haben die Paddler, welche die Strecke bei Schuls auf dem Inn am Dienstag gepaddelt haben. Stefan Oschwald hatte dazu ein Schwimmtraining organisiert. Neopren, Wurfsack und Schwimmfreude im kalten Gletscherwasser waren angesagt. Nach einem theoretischen Input zum Wurfsackwerfen und Flaschenzug aufstellen ging es dann zur Sache. Herrlich warmes Sommerwetter begleiteten den Sprung ins kühle Nass. Verschiedene Rettungsszenarien wurden besprochen und geübt.
Marianne beim Sprung ins kühle Nass
So ein aktives Schwimmtraining macht hungrig. Eine würzige Salsiz, Käse und Brot kamen da gerade richtig. Am Nachmittag wurde dann die gesamte Schulser-Strecke mit den Kajaks befahren.
Auch die Kletterbegeisterten im Kanu Club kamen nicht zu kurz. Den Dienstag verbrachten sie im Bergell und versuchten den Punta Albigna zu besteigen. Allerdings hat es um ein paar Seillängen nicht zum Gipfel gereicht, denn sie haben die letzte Bahn und die Kochkünste von Alex der SAC-Hütte vorgezogen.
Mittwochmorgen. 7.00 Uhr. Tagwach. Sechs Wanderlustige machten sich bereit um das Postauto in Scuol rechtzeitig erreichen zu können. Fabian hat den altersschwachen Rest beim Aufstieg vom Val Plavna ins Val Minger mit seiner guten Kondition ziemlich gefordert. Die Jungmannschaft ist allgemein sehr aktiv. Philip erblüffte mit seinen schnellen Reaktionen bei der Kickbox-Einlage. Der doppelt so alte Gegner Alex hat bereits in der zweiten Runde Forfait gegeben.
Die Woche verlief ohne Zwischenfälle entspannt und friedlich. Auch am zweiten Wochenende gab es spontane Besucher und motivierte Paddler. Die verschiedenen Strecken des Inns genossen wir alle bis zum Ende der Woche in vollen Zügen. Nicht umsonst wird der intensiv grün-blaue Fluss Königsfluss der Alpen genannt.
Bronski beim Klettern
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Juli 2011 um 20:03 Uhr